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Wo wohnst Du!

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte – Christus. (Joh 1,35-41)

Die Frage: „Meister, wo wohnst Du?“  ist weit mehr als die Frage nach einer konkreten Wohnung, oder nach einer eindeutig zu verortenden Adresse.
Es ist weit darüber hinausgehend die Frage nach der innerlichen Beheimatung. Nach dem, was das Leben prägt, was Halt und Schutz gibt.
Eine Frage, die nicht nur für uns schwer zu beantworten ist. Es braucht mehr als ein paar Worte und kann meist selbst dann nicht klar und umfassend beantwortet werden.
Was liegt da näher, als genau das zu tun, was Jesus hier tut. Die Fragenden werden eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen.
Und sie folgen der Einladung. Sie nehmen mit eigenen Augen wahr, was nicht in Worte zu fassen ist. Sie sammeln Erfahrungen und kommen zu dem Schluss: „Wir haben den Messias gefunden.“
Meister, wo wohnst Du? – Kommt und seht!
Folgen auch wir ihnen nach…

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Wohnung Gottes

Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. (Offb 21,3-4)

„Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen.“
Es ist nicht nur so, dass Gott über den Menschen ein Zeltdach aufspannt, damit sie Schatten haben.
Nein, er selbst wird bei uns seine Zelte aufgeschlagen.
Er ist nicht irgendwo im Himmel da oben, sondern er wird Wohnung bei uns nehmen.
Gott wohnt nicht nur da oben irgendwo im Himmel, auch nicht einfach nur in der Kirche im Tabernakel sondern er wohnt in unserer Mitte, gerade in der Mitte derer, die bedrückt sind, die verfolgt sind, die Qualen zu erdulden haben. Diese Menschen will er wieder aufzurichten.
In Jesus Christus ist Gott wirklich zu uns herabgestiegen und hat unter uns Wohnung genommen.
Und er, der unter uns Wohnung genommen hat, hat die ganze menschliche Lebenssituation an seinem eigenen Leib erfahren.
Wir haben keinen abgehobenen Gott mit einem Heiligenschein, sondern wir haben einen Gott, der heute noch die Wundmale hat; der genau weiß, was Verleumdung ist, was Verspottung ist, was Lieblosigkeit bedeutet. Er wohnt in unserer Mitte, um uns aufzurichten, zu ermutigen, gerade die Gedemütigten und die Zerschlagenen.

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