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Hörendes Herz

In jenen Tagen erschien der Herr dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll. Und Salomo sprach: Herr, mein Gott, du hast deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll. Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann. Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren?
Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach. Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen. (1 Kön 3,5.7-11)

 

Salomo bittet um ein hörendes Herz.

Spannend ist die Frage: Was geschieht mit mir, wenn ich das Gebet um ein hörendes Herz zu meinem Gebet mache – in den verschiedensten Situationen meines Lebens?
Etwa bei wichtigen Entscheidungen oder in Konfliktsituationen, in den normalen Situationen meines Alltags, oder auch, wenn ich drohe, aus der Haut zu fahren, wenn ich mich überfordert fühle oder nicht mehr weiter weiß.

Und: was macht dieses Gebet langfristig aus mir?
Vielleicht lässt es mich gelassener werden.
Vielleicht lässt es mich mehr hinter die Dinge blicken oder bringt mich meinen Mitmenschen näher.
Oder es macht mich prophetischer, um ungute, zerstörerische Zusammenhänge zu erkennen und für Veränderung aufzustehen.
Ja, vielleicht lässt es mich etwas von Gottes Weisheit und liebender Kraft verkörpern.

Warum versuchen wir es eigentlich nicht?

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Hörendes Herz

In jenen Tagen erschien der Herr dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll. Und Salomo sprach: Herr, mein Gott, du hast deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll. Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann. Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren? Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach. Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen. Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht. (1 Kön 3,5.7-12)

Was geschieht mit mir, wenn ich das Gebet um ein hörendes Herz zu meinem Gebet mache – in den verschiedensten Situationen meines Lebens?
Etwa bei wichtigen Entscheidungen oder in Konfliktsituationen, in den normalen Situationen meines Alltags, oder auch, wenn ich drohe, aus der Haut zu fahren, wenn ich mich überfordert fühle oder nicht mehr weiter weiß. Unzählige Generationen vor uns haben es erfahren dürfen. Sie haben ihren Glauben gelebt, haben die Beziehung zu Gott gepflegt, haben gespürt, da ist nicht nur einer, der eine Rolle (vielleicht eine Statistenrolle) in meinem Leben spielen will, sondern einer, der der Regisseur ist. Sie haben aus diesem Glauben ihren ganz normalen Alltag gestaltet und spürten auf einmal, dass Gott ganz nahe ist, hatten dieses hörende Herz.
Und: was macht dieses Gebet um ein hörendes Herz langfristig aus mir?
Vielleicht lässt es mich gelassener werden.
Vielleicht lässt es mich mehr hinter die Dinge blicken oder bringt mich meinen Mitmenschen näher.
Oder es macht mich prophetischer, um ungute, zerstörerische Zusammenhänge zu erkennen und für Veränderung aufzustehen.
Ja, vielleicht lässt es mich etwas von Gottes Weisheit und liebender Kraft verkörpern.
Vielleicht lässt es mich auf dem Weg der Heiligkeit vorankommen.
Warum versuchen wir es eigentlich nicht?

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