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Im Blick Jesu

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen ihre Netze in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. (Mk 4,18-20)

Jesus „sah“ die beiden Brüder. Dieses „Sehen“ ist mehr als ein bloßes optisches Wahrnehmen. Jesus sieht sehr viel tiefer. Er sieht ihre Sehnsucht nach Heil-sein, ihren Durst nach wahrem Leben, ihre Erwartung des Erlösers, ihr unentdecktes Potenzial…
Jesus schaut mit diesem heilenden Blick auf das Leben der Menschen auf unser Leben.
Seine Aufforderung „Kommt her, folgt mir nach“ sagt daher auch viel mehr aus, als die Einladung mit ihm zu gehen. Er spricht ihnen vielmehr zu: „Ich kann heilen, wo ihr euch unheil, nicht vollkommen fühlt. Eure Sehnsucht nach dem Himmelreich kann erfüllt werden.“
Das scheinen Simon und Andreas gespürt und verstanden zu haben: „Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm“. Sie haben die Gemeinsamkeit wahrgenommen. Sie fühlten sich wohl in diesem heilenden und liebenden Blick Jesu.
Auch uns blickt Jesus immer wieder heilend, erbarmend, liebend an. Besonders in den Sakramenten können wir es spüren. Nehmen wir diesen Blick Jesu auf uns wahr? Suchen wir ihn und fühlen uns in seinem Blick wohl?

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Berufung

In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Genesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.
(Lk 5,1-11)

Der Berufung geht das Schuldbekenntnis voraus!
Petrus erschrickt angesichts der Größe Gottes. Er wird sich bewusst, wie klein und vergebungsbedürftig der Mensch vor dem großen Gott ist.
Vielleicht ist das etwas, dass wir heute wieder lernen müssen. Die eigene Erlösungsbedürftigkeit wieder neu erkennen und zugeben und die Größe Gottes ehren. Daraus erst folgt Berufung.
Unsere Welt braucht Menschen, die den Ruf Gottes – in welchem Lebensstand und welcher persönlichen Situation auch immer – hören und ihm folgen. Wir alle brauchen die Barmherzigkeit Gottes die er in überreichem Maße schenken will. Dann werden wir auch die Größe und Kraft haben, der Berufung Gottes zu folgen. Dann werden auch wir die Kraft haben zu sagen: „Hier bin ich, sende mich.“ (Jes 6,8)

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Berufung

Heute meinen viele Menschen, die Berufung zum Christsein, mache unfrei, nehme alles Schöne des Lebens weg. Aber so ist es nicht.
Wenn ich auf den Ruf Christi in mir höre, dann gewinne ich erst das Leben.
Die Stimme Christi in mir öffnet mich, löst mich aus Fesseln, die mich vom realen Leben fernhalten.
Es sind die Fesseln, die die Nachbarn spüren, die beziehungslos nebeneinander wohnen. Es sind die Fesseln die Jugendliche spüren, die erfahren, dass grenzenlose Lebenslust auch nicht glücklich macht, oder ungesättigter Medienkonsum jedem Mitgefühl entreißt.
Auf die Stimme Jesu zu hören, weckt dagegen meine innersten Empfindungen, lässt mich spüren, was ich alles beitragen könnte, als Christ das Leben mitzugestalten.
Wir können uns daher fragen:
Höre ich die Stimme Christi in mir oder dränge ich sie weg?
Vielleicht bin ich für sie zwischenzeitlich taub geworden?

Jesus, göttlicher Hirt, du hast die Apostel berufen und zu Menschenfischern gemacht. Rufe auch heute junge Menschen in deine Nachfolge und deinen Dienst. Du lebst ja, um immer für uns da zu sein. Dein Opfer wird auf unseren Altären Gegenwart, weil alle Menschen an der Erlösung teilhaben sollen.
Lass alle, die du berufen hast, diesen deinen Willen erkennen und sich zu eigen machen. Öffne ihnen den Blick für die ganze Welt, für die stumme Bitte so vieler um das Licht der Wahrheit und die Wärme echter Liebe. Lass sie getreu ihrer Berufung am Aufbau deines geheimnisvollen Leibes mitarbeiten und so deine Sendung fortsetzen. Mach sie zum Salz der Erde und zum Licht der Welt.
Gib, Herr, dass auch viele Frauen und Mädchen ebenso entschlossen dem Ruf deiner Liebe folgen. Wecke in ihren Herzen das Verlangen, vollkommen nach dem Geist des Evangeliums zu leben und sich selbstlos hinzugeben im Dienst an der Kirche. Lass sie bereit sein für alle Menschen, die ihrer helfenden Hand und ihrer barmherzigen Liebe bedürfen. (Papst Paul VI.)

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Berufung

Die Perspektivgruppe „Engagement aus Berufung: Ehrenamt“ trifft sich zu ihrem ersten Treffen am 5.2.2015 um 19.30 Uhr, im Pfarrheim Meggen (Untere Räume)
Verantwortliche des Pastoralteams sind: Frau Henrichs und Frau Becker.
Wir laden Sie ein, sich mit unterschiedlichen Menschen über das Thema „Ehrenamt“ auszutauschen, zu analysieren, zu reflektieren, Neues anzudenken und zu fragen: In welche Richtung fließen die Kräfte des Engagements in unseren Gemeinden in Zukunft?
Näheres siehe unter: Einladung zur Mitarbeit

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Kommt und seht

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. (Joh 1,35-39)

Auf immer wieder neue Weise und stets ganz persönlich – in die eigene Lebenswirklichkeit übersetzt – wendet Jesus sich uns zu und fragt einen jeden von uns, wie er die Jünger im Evangelium gefragt hat: „Was wollt ihr?“
Und auf ihre etwas unbeholfene Frage: „Meister, wo wohnst Du?“ folgt die lapidare Einladung: „Kommt und seht!“ –
Und sie sind einfach mitgegangen – und sind bei ihm geblieben; – wie wir aus dem weiteren Verlauf des Evangeliums wissen – nicht nur für diesen einen Tag.
Sie haben in seiner Nähe ihre Berufung erkannt, haben im Mitgehen des Weges Schritt für Schritt mehr gespürt, mit dem Herzen den Ruf Gottes mehr und mehr für sich persönlich gehört und verstanden, wozu Gott sie rief.
Vielleicht kann man die wirkliche Antwort auf die Frage nach der je eigenen Berufung auch nur dann finden, wenn man ganz einfach die Nähe Jesu sucht, wenn man sich mit ihm auf den Weg macht, wenn man sich von ihm begleiten lässt, an seiner Seite durch das Leben geht.
Wir werden auch dann vermutlich trotzdem nicht umfassend beschreiben können, wer er für uns ist und was wir von ihm wirklich erwarten.
Wir werden nicht wirklich mehr „wissen“ im wissenschaftlichen Sinn.
Aber wir werden etwas spüren.
Eines werden wir, je länger wir mit ihm unterwegs sind, hoffentlich umso deutlicher spüren:
Wir werden erleben, wie wichtig es ist, dass er in unserer Nähe ist, und wir werden spüren, was wir an diesem Jesus haben.

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Gepackt und überwältigt

Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt. Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich. Ja, sooft ich rede, muss ich schreien, „Gewalt und Unterdrückung!“ muss ich rufen. Denn das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Spott und Hohn. Sagte ich aber: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!, so war es mir, als brenne in meinem Herzen ein Feuer, eingeschlossen in meinem Innern. Ich quälte mich, es auszuhalten, und konnte nicht. (Jer 20,7-9)

Jeremia ist gepackt und überwältigt.
Eine gewaltige Kraft in seinem Inneren ist es, die ihn weitermachen lässt.
Jeremia lebt nicht von der äußeren Bestätigung durch irgendeine Mehrheit, sondern aus dem tiefen inneren Antrieb.
Was uns an Jeremias Haltung ermutigen kann, ist, dass er trotz allem an seiner Berufung festhält.
Auch wenn er an ihr, ja sogar an Gott leidet, hält er diese Spannung aus und bleibt der Stimme seines Herzens, bleibt der Stimme Gottes treu.
Wenn wir unserer Herzensstimme treu bleiben und Durststrecken in Kauf nehmen, selbst wenn wir auf unserem Weg verunsichert und abgelehnt werden, können wir daran wachsen und unserer Berufung mit noch mehr innerer Stärke gerecht werden.
Gott fordert uns heraus mit der Frage:
Von wem willst Du Dir Deine Maßstäbe setzen lassen?

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Berufen!

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen ihre Netze in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. (Mt 4,18-20)

Jesus ruft Menschen „von ihren Netzen weg“ – was ja soviel heißt wie:
Menschen, die mitten im praktischen Leben stehen. Menschen, die alles andere als Fanatiker sind – sondern ganz im Gegenteil oft genug eher Zweifelnde, Fragende, Halbherzige wie wir auch!
Und er verkündet kein Aktionsprogramm kein Thesenpapier, keinen Pastoralplan, sondern das Evangelium vom Reich Gottes – die Gewissheit also, dass Gottes Reich nahe ist und Menschen sucht, die ihm Raum geben, die sich dafür hergeben, dass Gottes Friede Gestalt annehmen kann.

„Folgt mir nach!“
Jesus sucht keine blinde Gefolgschaft, sondern Menschen, die Gottes Reich und Gottes Willen über ihren eigenen stellen.

Auch uns spricht Jesus an und lädt uns ein:
„Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischer machen!“
Wo sind heute Menschen, die nach Halt suchen und Hilfe brauchen? Wie können wir ihnen helfen? Was können wir tun?
Und vielleicht komme auch ich in eine Situation, in der ich froh bin, dass es auch heute Menschenfischer ganz im Sinne von Jesus gibt, die mir zurufen:
„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“

Daher dürfen wir uns freuen, zu ihm zu gehören.
Daher dürfen wir uns freuen über das Licht, das Jesus heute in unser Dunkel gebracht hat, und immer wieder bringt.
Freuen wir uns darüber, dass er jeden von uns brauchen kann, dieses Licht weiterzugeben.
Freuen wir uns und weichen wir der Frage nicht aus:
„Wo braucht er mich?“

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