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3. Advent

Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört. Löscht den Geist nicht aus! […]
Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt. Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.
(1 Thess 5,16-19.23-24)

Löscht den Geist Gottes nicht aus:
– im adventlichen Trubel, den wir doch eigentlich dieses Jahr endlich einmal vermeiden wollten, und es wieder nicht geschafft haben. Warum eigentlich?
– in der alltäglichen Geschäftigkeit, die keinen Stillstand duldet, und in der jedes Warten Verlust bedeutet, statt Chance innezuhalten und den Kontakt zu Gott neu aufzunehmen.
– im Aktivismus, der bestrebt ist, jede Nachdenklichkeit im Keim zu ersticken und mit sinnentleerter Beschäftigung zuzudecken.

Gottes Geist führt uns zu:
– Tiefer innerer Freude über sein immer neues Kommen in diese Welt
– Gebet, zur selbstverständlichen immerwährenden Verbindung mit Gott, dem Dreh- und Angelpunkt unserer Welt und unseres persönlichen Daseins
– Dank für das, was wir tagtäglich aus Gottes Hand empfangen dürfen, denn wir erlangen nicht das was uns zusteht, sondern werden von Gott immer neu mit seiner Gnade beschenkt

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2. Advent

Das eine, liebe Brüder, dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind. Der Herr zögert nicht mit der Erfüllung der Verheißung, wie einige meinen, die von Verzögerung reden; er ist nur geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren. (2 Petr 3,8-9)

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1. Advent

Du, Herr, bist unser Vater, „Unser Erlöser von jeher“ wirst du genannt. Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, so dass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Eigentum sind.
Reiß doch den Himmel auf, und komm herab, so dass die Berge zittern vor dir.
Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen. (Jes 63, 16b-17. 19b; 64, 3)

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Immanuel

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. (Mt 1,18-24)

Der hl. Josef ist das Paradebeispiel eines gläubigen Menschen, der auf den „Immanuel“ vertraut, auf den Gott, der mit uns ist.
Auch in dem Konflikt seines Lebens, als der die Nachricht von der Schwangerschaft seiner Verlobten erhält, sucht er nach einer Lösung im Sinne Gottes.
Im Letzten vertraut aber nicht seinem gesunden Menschenverstand, sondern er setzt voll und ganz auf den Gott, der mit ihm durch die Schwierigkeiten hindurch geht, und der sich ihm in der Botschaft des Engels neu zugewandt hat.
Josef hat eine ebenso bewundernswerte wie nachahmenswerte Offenheit für Gottes Anruf und rechnet mit ihm in seinem Leben, genauso wie seine Verlobte Maria. Diese Gemeinsamkeit im Hinblick auf Gott ermöglicht es ihnen wohl auch, trotz Unverständnis und bleibendem göttlichem Geheimnis, trotz Kreuz, das auch schon hier schemenhaft aufscheint im Vertrauen auf Gottes Beistand und seinen stärkenden hl. Geist, der Zusage Gottes zu vertrauen.

Der Immanuel, der „Gott-mit-uns“ ist auch uns zugesagt.
Orientieren auch wir uns an Josef?
Vertrauen wir auf Gottes Wirken?
Auf Gottes Eingreifen und seine Begleitung?
Rechnen wir mit ihm in unserem Leben?

 

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Advent: Warten – Wartung – Aufwartung

Advent – Zeit des Wartens, nicht der Hektik und der Kaufwut.
Advent – Zeit der Vorbereitung, Zeit der Erwartung dessen, der sich angekündigt hat.
Advent – Zeit der Geduld und des Vertrauens, dass ER kommen wird.

Advent – Zeit der Wartung, des Ordnung-Schaffens
Advent – Zeit in der unser Glaube geordnet wird
Advent – Zeit in der unser Glaube gehütet und gepflegt wird

Advent – Zeit der Auf-Wartung
Advent – Zeit sich Zeit zu nehmen für den Gast
Advent – Zeit, in der wir dem Herrn aufwarten, damit er sich bei uns wohlfühlt

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Saat des Friedens

Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist. (Jes 11,6-9)

Solche eine Vision des Reiches Gottes, wie sie von Jesaja hier entworfen wird, kann nur ein Geschenk Gottes sein, eine Wirkung seines Geistes. Ein Geschenk, das wir im Advent in besonderer Weise erwarten und erbitten.
Aber es braucht unsere Mitwirkung.
Dabei sind die Augen wichtig. Die Augen, die sehen, dass sehr viel mehr möglich ist, als das augenscheinliche und offensichtliche. Augen die tiefer sehen.
Wir dürfen mit guten Augen schauen:
– auf uns selbst:           damit wir entdecken, was liebenswert ist an uns, was an Möglichkeiten in uns steckt. Dadurch werden wir dankbarer, glücklicher, zufriedener. Wir leben also im Frieden mit uns selbst.
– auf den Nächsten       damit wir ohne Neid, und Missgunst leben und auch gönnen können
– auf Gott                     damit wir dankbar werden und in einem inneren Friede mit Gott leben. Das lässt uns einen frohen Glauben leben, der ansteckend sein kann und die Saat des Friedens aussät.

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Gottes Gegenwart wahrnehmen

Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem sein Wort. (Jes 2,3)

Der Berg des Herrn meint den Ort der Gegenwart Gottes. Hier ist also die Aufforderung zu finden, die  Gegenwart Gottes in unserer Welt neu zu suchen und wahrzunehmen.
Gerade jetzt im Advent dürfen wir Seine Gegenwart erfahren, und aus der Erfahrung der Kraft dieser Gegenwart Gottes den Alltag leben und bestehen.
So ist das Wort Gottes nicht belangloses Gerede von früher, es wirkt heute, hier und jetzt in den Menschen die nach diesem Wort leben, in uns!
Das ist unsere Aufgabe als Christen: Gott als letzte Instanz unseres Lebens anzuerkennen, Seine Gegenwart im Wort (Bibel), in den Sakramenten (besonders der Buße und der Eucharistie), im Dienst am Nächsten erfahren und aus dieser Kraft leben.
Wenn wir den Advent in diesem Sinn leben und erfahrbar machen, dann weckt das auch in unserer Welt die Sehnsucht nach Gott.

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