Monatsarchiv: Januar 2017

Selig

In jener Zeit als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
(Mt 5,1-12a)

Aber was bedeutet „selig“ (griechisch makarioi)? Selig bedeutet glücklich. Sagt mir: Strebt ihr wirklich nach dem Glück? In einer Zeit, in der man von so vielen Formen scheinbaren Glücks angezogen wird, läuft man Gefahr, sich mit wenig zu begnügen, eine Lebensvorstellung „im Kleinen“ zu haben. Strebt dagegen nach großen Dingen! Macht Eure Herzen weit! Der selige Piergiorgio Frassati sagte: »Leben ohne Glauben, ohne ein Erbe, das man verteidigen muss, ohne in einem ständigen Ringen die Wahrheit zu vertreten, ist nicht leben, sondern dahinkümmern. Wir dürfen niemals dahinkümmern, sondern sollen leben« (Brief an I. Bonini, 27. Februar 1925). Am Tag der Seligsprechung von Piergiorgio Frassati, am 20. Mai 1990, nannte Johannes Paul II. ihn einen »Mann der Seligpreisungen« (Predigt in der Eucharistiefeier: AAS 82 [1990], 1518).

Wenn ihr das innerste Streben eures Herzens wirklich zutage treten lasst, werdet ihr merken, dass in euch ein unstillbares Verlangen nach Glück wohnt, und das wird euch ermöglichen, die vielen „Billigangebote“, die ihr in eurer Umgebung findet, zu entlarven und zurückzuweisen. Wenn wir den Erfolg, das Vergnügen, das egoistische Besitzen suchen und daraus Götzen machen, können wir zwar auch Momente des Rausches, ein trügerisches Gefühl der Befriedigung empfinden, doch schließlich werden wir zu Sklaven, sind niemals zufrieden und fühlen uns gedrängt, immer noch mehr zu suchen. Es ist sehr traurig, eine „satte“, aber schwache Jugend zu sehen.

Der heilige Johannes wendete sich an die Jugendlichen mit den Worten: »Ich schreibe euch … dass ihr stark seid, dass das Wort Gottes in euch bleibt und dass ihr den Bösen besiegt habt« (1 Joh 2,14). Die  Jugendlichen, welche Christus wählen, sind stark, sie nähren sich von seinem Wort und „stopfen“ sich nicht „voll“ mit anderen Dingen! Habt den Mut, gegen den Strom zu schwimmen! Habt den Mut zum wahren Glück! Sagt „Nein“ zur Kultur des Provisorischen, der Oberflächlichkeit und der Aussonderung – eine Kultur, die euch für unfähig hält, Verantwortung zu übernehmen und die großen Herausforderungen des Lebens anzugehen! (Auszug aus der Botschaft von Papst Franziskus zum XXIX. Weltjugendtag 2014)

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Herzlich Willkommen!!

Liebe Schwestern und Brüder,
Durch die Versetzung von Pfarrer Heinrich Schmidt nach Kirchhundem ergibt sich für alle Gemeinden im Pastoralen Raum Lennestadt die Frage nach der personellen Zukunft in unserem Bereich. Diese Frage hat jetzt eine Antwort gefunden.
Glücklicherweise wird die Stelle als Pastor im Pastoralverbund entgegen den eigentlichen Planungen des Erzbistums, die im Stellenplan 2024 veröffentlicht sind, nicht gestrichen, sondern zunächst noch einmal neu besetzt.
brieden_wolfgangPfarrer Wolfgang Brieden, wird nach 25 Jahren Seelsorge in St. Peter und Paul Eslohe und 17 Jahren Tätigkeit in St. Sebastian Salwey seinen Dienst als Pastor im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe beenden und als Pastor im Pastoralverbund Lennestadt seinen Dienst bei uns aufnehmen. Er wird seinen Wohnsitz im Pfarrhaus Grevenbrück nehmen und plant dort, auch nach seiner – in einigen Jahren anstehenden – Pensionierung weiterhin zu wohnen.
Pfr. Wolfgang Brieden, hat sich als gebürtiger Altenhundemer nicht zuletzt auch aufgrund der räumlichen Nähe zu seiner Schwester entschieden, bei uns Wohnung zu nehmen. Der genaue Zeitpunkt des Stellenwechsels wird noch festzulegen sein und dann rechtzeitig bekannt gegeben.
Wir freuen uns über sein Kommen und danken ihm für seine Entscheidung.
Wir wünschen ihm Gottes Segen für seinen Dienst, heißen ihn schon jetzt ganz herzlich bei uns willkommen und begleiten ihn für seinen Dienst mit unserem Gebet.

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Im Blick Jesu

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen ihre Netze in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. (Mk 4,18-20)

Jesus „sah“ die beiden Brüder. Dieses „Sehen“ ist mehr als ein bloßes optisches Wahrnehmen. Jesus sieht sehr viel tiefer. Er sieht ihre Sehnsucht nach Heil-sein, ihren Durst nach wahrem Leben, ihre Erwartung des Erlösers, ihr unentdecktes Potenzial…
Jesus schaut mit diesem heilenden Blick auf das Leben der Menschen auf unser Leben.
Seine Aufforderung „Kommt her, folgt mir nach“ sagt daher auch viel mehr aus, als die Einladung mit ihm zu gehen. Er spricht ihnen vielmehr zu: „Ich kann heilen, wo ihr euch unheil, nicht vollkommen fühlt. Eure Sehnsucht nach dem Himmelreich kann erfüllt werden.“
Das scheinen Simon und Andreas gespürt und verstanden zu haben: „Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm“. Sie haben die Gemeinsamkeit wahrgenommen. Sie fühlten sich wohl in diesem heilenden und liebenden Blick Jesu.
Auch uns blickt Jesus immer wieder heilend, erbarmend, liebend an. Besonders in den Sakramenten können wir es spüren. Nehmen wir diesen Blick Jesu auf uns wahr? Suchen wir ihn und fühlen uns in seinem Blick wohl?

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Befreit!!

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. (Joh 1,29-30)

Jesus hat uns ein für alle Mal am Kreuz als das Lamm Gottes aus der Gefangenschaft der Gottesferne befreit.
Wir können uns noch weiter gefangen nehmen lassen. Von alle dem, was unsere Aufmerksamkeit voll und ganz in Beschlag nehmen will. Von dem, was uns beherrschen will, was uns absondern will von Gott und vom Nächsten.
Wir müssen es aber nicht mehr!
Wir sind durch Christus mit Gott versöhnt.
Das Tor zur Freiheit der Kinder Gottes steht uns sperrangelweit auf.
Das feiern wir in jeder Eucharistie und das macht die Eucharistie auch so ungeheuer wichtig für uns:
– als Dank
– als Erinnerung an die Befreiung aus der Gottesferne
– als Mahnung, diese Befreiung nicht aus Gedankenlosigkeit oder Routine freiwillig und fahrlässig wieder aufzugeben.
Mögen wir das Tor zur Freiheit der Kinder Gottes immer wieder durchschreiten.
Mögen wir immer wieder in der Eucharistie auf IHN blicken, der uns befreit hat, IHN unter der Gestalt des Brotes empfangen.
Mögen wir immer wieder auf IHN sehen, das „Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“

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Dank sei Gott

In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. (Mt 3,13-17)

Bei der Taufe Jesu im Jordan gibt Gott sich zu erkennen und erkennt die Menschen. Jesus reiht sich als der Sohn Gottes in die Reihe der Sünder ein und Gott gibt sich in ihm zu erkennen. Er nimmt in seinem Sohn an, was menschlich ist und der Erlösung bedarf.
Er gibt sich als Vater zu erkennen und weist auf den Familienbund hin, in den auch wir durch die Taufe mit hineingenommen sind. Später wird Jesus das noch einmal bekräftigen, in dem er seine Jünger das „Vater unser“ lehrt.
Die Gnade, die uns dadurch zuteil wird, darf uns mit Freude erfüllen, darf uns zur Danksagung führen, zur Feier der Eucharistie und zur Anbetung.

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Verheißung

So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde. (Lk 2,16-21)

Vielleicht ergeht es uns am Beginn des neuen Jahres wie den Hirten im Evangelium. Ihnen wurde verheißen, dass der Retter geboren ist, der das ganze Land befreien würde. Offensichtlich trauten sie der Verheißung nicht ganz.
Sie mussten misstrauisch geworden sein, weil ihnen immer wieder ein besseres Leben versprochen wurde, was sich aber nie verwirklichte.
Sie hatten also Zweifel: „Sollte das wahr sein?“ „Warum sollten die Engel mit einer solch großen Botschaft gerade zu uns kommen, zu einfachen Leuten?“
Und dennoch machten sie sich auf den Weg.
Sie mussten schon ein wenig suchen, um zu entdecken, wo die Verheißung mit der Wirklichkeit zusammenpasste.
Als sie den Ort fanden, gaben sie Zeugnis von der Verheißung, die Gott ihnen gegeben hatte.
Die Leute konnten nur noch staunen.
So kehrten sie beschenkt und voller Dankbarkeit zurück, denn Gott hatte Wort gehalten.
So wurden auch sie selig, weil sie geglaubt hatten, dass sich erfüllt, was der Herr ihnen sagen ließ.
Auch über unserem neuen Jahr liegt eine Verheißung, nämlich dass der Herr Jesus Christus dort auf uns wartet und uns Segen schenken möchte.

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