Monatsarchiv: Dezember 2016

Gesegnete Weihnachten

Krippe
Es sind so wohl vertraute Worte, die wir jetzt wieder hören: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. (Lk 2,10-11)
Für die meisten von uns gehört es an Weihnachten dazu, mit der Familie zu feiern, den Alltag beiseite zu schieben und wenigstens für ein paar Tage die Sorgen zu verdrängen. Aber eigentlich wissen wir, dass das keine Lösung ist. Verdrängen hilft nicht.
Aber wie sollen wir dann zur Freude kommen, zu der uns das Weihnachtsevangelium einlädt?
Vielleicht hilft ein Wort, das mir in diesem Jahr noch einmal ganz bewusst und deutlich aus der hl. Schrift entgegengetreten ist. Schon unzählige Male habe ich es vorher gelesen, aber jetzt hat es endlich das Herz erreicht: „Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch.“ (1 Petr 5,7)
Genau das dürfen wir an Weihnachten tun: unsere Sorgen nicht verdrängen, aber sie näher in den Blick und das Bewusstsein nehmen und sie wie einen Ball auf Jesus „werfen“. Diese Sorgen dürfen wir an der Krippe ablegen. Wir dürfen sie Gott übergeben. ER ist für uns alle in Bethlehem Mensch, Retter und Erlöser geworden.
Weihnachten heißt für uns:
Habt festes Vertrauen auf den Herrn, teilt Jesus all eure Sorgen mit.
Er trägt mit, er erlöst und führt aus der Enge der Sorge in die Weite der Freude und macht unsere Nacht zur geweihten Nacht, zur Weihnacht.

Im Namen des gesamten Pastoralteams wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und allen, die in Ihrem Herzen einen Platz haben ein gnadenreiches und von Freude erfülltes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Jahr 2017
Ihr
Christoph Gundermann, Pfr.

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Immanuel

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. (Mt 1,18-24)

Der hl. Josef ist das Paradebeispiel eines gläubigen Menschen, der auf den „Immanuel“ vertraut, auf den Gott, der mit uns ist.
Auch in dem Konflikt seines Lebens, als der die Nachricht von der Schwangerschaft seiner Verlobten erhält, sucht er nach einer Lösung im Sinne Gottes.
Im Letzten vertraut aber nicht seinem gesunden Menschenverstand, sondern er setzt voll und ganz auf den Gott, der mit ihm durch die Schwierigkeiten hindurch geht, und der sich ihm in der Botschaft des Engels neu zugewandt hat.
Josef hat eine ebenso bewundernswerte wie nachahmenswerte Offenheit für Gottes Anruf und rechnet mit ihm in seinem Leben, genauso wie seine Verlobte Maria. Diese Gemeinsamkeit im Hinblick auf Gott ermöglicht es ihnen wohl auch, trotz Unverständnis und bleibendem göttlichem Geheimnis, trotz Kreuz, das auch schon hier schemenhaft aufscheint im Vertrauen auf Gottes Beistand und seinen stärkenden hl. Geist, der Zusage Gottes zu vertrauen.

Der Immanuel, der „Gott-mit-uns“ ist auch uns zugesagt.
Orientieren auch wir uns an Josef?
Vertrauen wir auf Gottes Wirken?
Auf Gottes Eingreifen und seine Begleitung?
Rechnen wir mit ihm in unserem Leben?

 

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Advent: Warten – Wartung – Aufwartung

Advent – Zeit des Wartens, nicht der Hektik und der Kaufwut.
Advent – Zeit der Vorbereitung, Zeit der Erwartung dessen, der sich angekündigt hat.
Advent – Zeit der Geduld und des Vertrauens, dass ER kommen wird.

Advent – Zeit der Wartung, des Ordnung-Schaffens
Advent – Zeit in der unser Glaube geordnet wird
Advent – Zeit in der unser Glaube gehütet und gepflegt wird

Advent – Zeit der Auf-Wartung
Advent – Zeit sich Zeit zu nehmen für den Gast
Advent – Zeit, in der wir dem Herrn aufwarten, damit er sich bei uns wohlfühlt

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Abend der Barmherzigkeit

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8. Dezember 2016 · 20:30

Saat des Friedens

Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist. (Jes 11,6-9)

Solche eine Vision des Reiches Gottes, wie sie von Jesaja hier entworfen wird, kann nur ein Geschenk Gottes sein, eine Wirkung seines Geistes. Ein Geschenk, das wir im Advent in besonderer Weise erwarten und erbitten.
Aber es braucht unsere Mitwirkung.
Dabei sind die Augen wichtig. Die Augen, die sehen, dass sehr viel mehr möglich ist, als das augenscheinliche und offensichtliche. Augen die tiefer sehen.
Wir dürfen mit guten Augen schauen:
– auf uns selbst:           damit wir entdecken, was liebenswert ist an uns, was an Möglichkeiten in uns steckt. Dadurch werden wir dankbarer, glücklicher, zufriedener. Wir leben also im Frieden mit uns selbst.
– auf den Nächsten       damit wir ohne Neid, und Missgunst leben und auch gönnen können
– auf Gott                     damit wir dankbar werden und in einem inneren Friede mit Gott leben. Das lässt uns einen frohen Glauben leben, der ansteckend sein kann und die Saat des Friedens aussät.

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