Monatsarchiv: November 2016

Gottes Gegenwart wahrnehmen

Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem sein Wort. (Jes 2,3)

Der Berg des Herrn meint den Ort der Gegenwart Gottes. Hier ist also die Aufforderung zu finden, die  Gegenwart Gottes in unserer Welt neu zu suchen und wahrzunehmen.
Gerade jetzt im Advent dürfen wir Seine Gegenwart erfahren, und aus der Erfahrung der Kraft dieser Gegenwart Gottes den Alltag leben und bestehen.
So ist das Wort Gottes nicht belangloses Gerede von früher, es wirkt heute, hier und jetzt in den Menschen die nach diesem Wort leben, in uns!
Das ist unsere Aufgabe als Christen: Gott als letzte Instanz unseres Lebens anzuerkennen, Seine Gegenwart im Wort (Bibel), in den Sakramenten (besonders der Buße und der Eucharistie), im Dienst am Nächsten erfahren und aus dieser Kraft leben.
Wenn wir den Advent in diesem Sinn leben und erfahrbar machen, dann weckt das auch in unserer Welt die Sehnsucht nach Gott.

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Königlich beschenkt

In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst! Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. (Lk 23-35-43)

Kreuz vor der St. Hubertuskapelle

Kreuz vor der St. Hubertuskapelle

Was ist das für ein König, den wir als Christen feiern?
Unser König hat königlich gegeben:
Er hat alles gegeben, sich selbst.
Er hing nicht an seiner Position, sondern an uns.
Er lebte nicht für sich, er lebte für uns.
Er gab, was er hatte. Und zuletzt gab er sein Leben. Zwischen Himmel und Erde, nackt an einem Todesbalken, hat er es hingegeben – für uns und unsere Welt.
Unser König hat königlich gegeben: sich selbst – von der Krippe bis zum Kreuz.
Christsein ist zuerst einmal ein Geschenk. Christen sind königlich Beschenkte.
Christen sind königlich beschenkt mit Liebe – mit Sinn – mit Licht und mit Hoffnung.

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Ende mit Schrecken?

In jener Zeit sprach Jesus: Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.
Aber bevor das alles geschieht, wird man euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch fest vor, nicht im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so dass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.
Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen. (Lk 21,9-19)

Immer gab es diese falschen Propheten, die im Namen Jesu auftraten und irgendwelche Irrlehren verkündeten.
Nicht selten von einem Gott, der mit all dem Schrecken Rache übt und die Menschen bestraft.
Das Geschäft mit der Angst war und ist schon immer ein gutes Geschäft; denn Menschen, die Angst haben, kann man gut beeinflussen; die lassen sich vor jeden Karren spannen – das gibt es ja auch heute noch.
Und der Evangelist will sagen:
Das alles ist nicht das Ende, auch wenn es so aussieht, denn das eigentliche Ende, das kommt nicht aus dieser Welt, sondern das kommt von Gott her – und das eigentliche Ende, das ist eben keine Zerstörung, kein Untergang, sondern das ist die Erlösung.
Da kommt nicht das große Aus, nicht der Schrecken, sondern dann kommt Gott selbst – und damit das Heil. Und wer darauf hinlebt, wer das im Blick hat, bei all dem, was da an Schlimmem passiert, dem wird beim Ende, das von Gott her kommt, nicht einmal ein Haar gekrümmt, sondern der wird teilhaben am Heil, und der wird das Leben gewinnen.
Dieses Evangelium will nicht Angst machen, sondern Hoffnung wecken, die Hoffnung auf einen Herrn, der kein schrecklicher Richter, sondern ein barmherziger und liebevoller Erlöser und Heiland ist.
Ein Gott, auf den es sich zu warten lohnt. Weil er dann alles zum Guten führen wird.

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Gott der Lebenden

Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig. (Lk 20,37-38)

Was soll auch Gottes Sorge um einen Menschen, wenn dieser am Ende doch dem Tod preisgegeben bliebe?
Genau an diesem Punkt  wird die Botschaft unseres Textes aus dem Lukas-Evangelium auch für uns aktuell.
Der Mensch, also wir alle können deshalb nicht mehr total vergehen und untergehen, weil Gottes Liebe und Sorge um uns nie vergehen; weil wir von ihm gekannt und geliebt sind.
Das ist ein Kernpunkt der christlichen Botschaft:
dass wir weiterleben werden; nicht aus eigener Macht, sondern weil wir in einer Weise von Gott gekannt und geliebt sind, dass wir nicht vergehen, nicht untergehen können.
Wir dürfen sicher sein: das Wesentliche des Menschen, dass er Person ist, bleibt.
Das, was in diesem irdischen Leben gereift ist, besteht auf eine andere Weise weiter.
Es besteht fort, weil es in Gottes Liebe „aufgehoben“ ist: nicht vernichtet, sondern verwandelt und bewahrt.
Und das ist für uns etwas ungeheuer Frohmachendes, Anlass zur Freude.

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Vater, Mutter, Kind

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Gemeinsam für Ehe und Familie in Europa:

Ehe – die dauerhafte und treue Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau zum Zweck der Familiengründung
Familie – ein Vater, eine Mutter, und ihre Kinder
Familienbeziehung – die Beziehung zwischen Ehegatten bzw. zwischen Eltern und Kind
weitere Infos hier…

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Allerheiligen

An Allerheiligen geht es um Menschen, die in ihrem ganz verschiedenen Alltag erkannt haben, was zu tun notwendig ist, und die es dann auch getan haben.
Es sind Männer und Frauen gemeint, die menschlich miteinander umgegangen sind und auf diese Weise christlich gelebt haben.
Heilige sind Menschen, die in Gott verwurzelt sind und sich für den Nächsten einsetzen. Sie sehen, wo sie gebraucht werden.
Sie wissen um die Macht des Wortes und sagen ein gutes, aufbauendes Wort, wo es nötig ist.
Heilige sind Menschen, die Freude ausstrahlen, die aber auch bereit sind, das Schwere in ihrem eigenen Leben anzunehmen und es bei anderen mitzutragen.
Es sind Menschen, die Frieden stiften, und sich für Versöhnung einsetzen.
Heilige in diesem Sinn sind auch noch in unserer Zeit zu finden. Es sind Menschen wie ein jeder von uns.
Auch uns hat Gott zur Heiligkeit berufen hat. Wir sind auf dem Weg zu dieser Heiligkeit. Wir sind dazu aufgerufen, Trauernde zu trösten, keine Gewalt anzuwenden, uns für Gerechtigkeit einzusetzen, Barmherzigkeit zu üben, Frieden zu stiften und vieles mehr. Kurz gesagt sind wir gefordert, unseren Mitmenschen die Liebe Gottes weiterzuschenken.
Wann beginnen wir an unserer Heiligkeit zu arbeiten?

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