Monatsarchiv: September 2016

Fest der Faulenzer

Weh den Sorglosen auf dem Zion und den Selbstsicheren auf dem Berg von Samaria. Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Zum Essen holt ihr euch Lämmer aus der Herde und Mastkälber aus dem Stall. Ihr grölt zum Klang der Harfe, ihr wollt Lieder erfinden wie David. Ihr trinkt den Wein aus großen Humpen, ihr salbt euch mit dem feinsten Öl und sorgt euch nicht über den Untergang Josefs. Darum müssen sie jetzt in die Verbannung, allen Verbannten voran. Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei. (Am 6, 1a.4-7)

Wenn so eine Botschaft des Amos anstößig war, wenn die Leute daran Anstoß genommen haben, dann ist es genau das, was diese Worte bewirken wollten:
Gott will anstoßen mit seiner Botschaft, damit uns die Augen geöffnet werden, damit wir nicht mit einer vordergründigen Sicherheit und Gleichgültigkeit in den Tag leben.
Gott hat uns das Wort der Bibel gegeben, weil es für uns buchstäblich lebensnotwendig ist,
weil wir Gefahr laufen, dass unser Leben scheitert,
weil wir die Maßstäbe Gottes nicht mehr kennen,
weil wir den Zaun nicht mehr sehen, den Gott abgesteckt hat,
weil wir den Weg zum erfüllten Leben, den Gott uns in der Bibel aufzeigt, nicht kennen.
Es ist für uns lebensnotwendig.
Im Wort Gottes haben wir den Maßstab für das Gelingen unseres Lebens!
Wir können natürlich sagen: „Das glaub ich nicht!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott so ist.“
Wir müssen dann aber auch mit der Gefahr leben, dass es ein böses Erwachen geben kann.

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Ruhe und Muße

Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt.  Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld. Beim Stolz Jakobs hat der Herr geschworen: Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen. (Am 8,4-7)

Amos setzt in seiner flammenden Anklagerede zwei Schwerpunkte.
Er prangert die Ausbeutung der kleinen Leute und der Armen an, und er wendet sich gegen das Verschwinden der Ruhetage und der Feiertage. Wenn der Wirtschaftsaufschwung und florierende Geschäfte auf Kosten der kleinen Leute gehen, wenn die Reichen immer reicher und die, die es knapp haben, immer ärmer werden, dann stimmt etwas nicht, damals wie heute – und gegen diese Ungerechtigkeit muss man im Namen Gottes das Wort erheben. Wenn die Feier- und Ruhetage nicht mehr für alle gelten sollen, dann steht damit mehr auf dem Spiel als ein Kirchengebot. Der wöchentliche Ruhetag, aber auch die Feste im Jahreskreislauf sind geschenkte Zeiten, auf die sich die Menschen freuen und die sie gemeinsam genießen können, in denen auch mal Muße ist zum Aufatmen und Ausruhen, zum Nachdenken und Feiern. Nicht ohne Grund wird in den Zehn Geboten die Sabbat-Ruhe mit der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten begründet:
Wer den Sabbat hält, ist niemandes Knecht, sondern ein freier Mensch, befreit von Gott selbst!
Wenn dafür keine Zeit mehr ist, vergessen die Menschen am Ende noch, dass sie Menschen sind.
Auf diese Folgekosten des Gewinns und des Geldmachens will Amos in Gottes Namen aufmerksam machen.
Er zeigt mit dem Finger darauf, was niemand sehen will, was nur zu gern übersehen oder vergessen wird – und er steht damit ein für die, auf deren Rücken der Wirtschaftserfolg ausgetragen wird.
Gerade darin macht Amos Gott sichtbar; nämlich als Anwalt derer, die ausgenutzt und um ihr Recht geprellt werden;
als Freund derer, die keine oder nur wenige Chancen auf Wohlstand und ein sorgenfreies Leben haben.

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Mutter Teresa

Hl. Mutter Teresa – bitte für uns!

kathTube: EWTN Spezial mit Msgr. Leo Maasburg: Mutter Teresa – Gute und treue Dienerin

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