Monatsarchiv: Februar 2016

In allen Generationen

Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen darauf sagen? Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der „Ich-bin-da“. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der „Ich-bin-da“ hat mich zu euch gesandt. Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer, und so wird man mich nennen in allen Generationen. (Ex 3,13-15)

„In allen Generationen“!!
Der ‘Ich-bin-da’ hat also einen langen Atem. Der reicht sogar über Generationen hinaus.
Er umfasst die Weltgeschichte: „In allen Generationen“!!
Im Gegensatz zum Menschen geht Gott die Luft nicht aus.
Das zu glauben fällt uns schwer in einer Zeit, in der scheinbar und tatsächlich für nichts mehr Zeit ist.
Zeit haben, sich Zeit nehmen, das ist selten geworden.
Geduld, einen langen Atem haben, das ist eine seltene Sache geworden.
Mose und das Volk Israel, und viele Generationen der vor uns Glaubenden haben es erleben dürfen:
Der ‘Ich-bin-da’ war da und hat vor dem Fallen bewahrt, hat gehalten.
Er hat Nöte gesehen, und unter die Arme gegriffen.
Gott ist da, damit unsere Lebenszeit eine Heilszeit wird.
Wir müssen uns ihm lediglich zuwenden.
Das stellt uns natürlich vor die Frage: Wollen wir das?

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Nachdenkliches

Glauben und Vertrauen

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. (Lk 9,28b-32)

Die Apostel auf dem Berg, Petrus, Johannes und Jakobus, dürfen den Herrn in seiner Verklärung sehen und damit schon einen Blick in den Himmel werfen.
Aber noch sind sie nicht am Ziel; sie werden wieder vom Berg heruntersteigen und mit den anderen Aposteln den Weg mit Jesus weitergehen.
Sie haben noch einen weiten Weg vor sich, bis sie das Ziel erreicht haben.
Sie werden noch in die harte Schule des Kreuzes gehen müssen, bevor sie mit Christus auferstehen dürfen.
Sie müssen zuerst den Weg des Glaubens und des Vertrauens gehen.
Das gilt heute auch für uns:
Aber im Unterschied zu den Jüngern schauen wir nicht nur auf den verklärten Jesus, sondern wir dürfen als nachösterlich Glaubende auf den auferstandenen Herrn schauen, der uns als der wahre Morgenstern entgegenleuchtet.
Und wenn wir Gott nach einem Zeichen fragen für das gegebene Versprechen, so werden wir auf auf das Messopfer verwiesen.
Und was wir, in der Kommunion, von diesem Opfer her empfangen, ist Christus selbst.
Er gab also sich selbst zum Opfer hin, um uns das Heil zu erwerben; wir empfangen ihn als Unterpfand unseres Heiles. Aus diesem Opfer wächst für uns die Hoffnung nicht nur auf neues Land, sondern auf neues, ewiges Leben.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Nachdenkliches

Hirtenbrief zur Fastenzeit

„Der Barmherzigkeit Gottes mehr bewusst werden“

Erzbischof Hans-Josef Becker verdeutlicht in seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit 2016 die hohe Aktualität des Themas „Barmherzigkeit“: „In den letzten wie in den kommenden Monaten wird die Verpflichtung, barmherzig zu handeln, ganz konkret durch die große Zahl der Flüchtlinge, die in unser Land kommen.“ Er sei äußerst dankbar dafür, dass sehr viele die damit verbundene Herausforderung „auf großherzige Weise“ annehmen. Damit werde auch ein Zeichen gesetzt gegen eine zunehmende Polarisierung und gegen psychische und physische Gewalt in der Gesellschaft. <weiter…>

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter News Erzbistum Paderborn

Berufung

In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Genesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.
(Lk 5,1-11)

Der Berufung geht das Schuldbekenntnis voraus!
Petrus erschrickt angesichts der Größe Gottes. Er wird sich bewusst, wie klein und vergebungsbedürftig der Mensch vor dem großen Gott ist.
Vielleicht ist das etwas, dass wir heute wieder lernen müssen. Die eigene Erlösungsbedürftigkeit wieder neu erkennen und zugeben und die Größe Gottes ehren. Daraus erst folgt Berufung.
Unsere Welt braucht Menschen, die den Ruf Gottes – in welchem Lebensstand und welcher persönlichen Situation auch immer – hören und ihm folgen. Wir alle brauchen die Barmherzigkeit Gottes die er in überreichem Maße schenken will. Dann werden wir auch die Größe und Kraft haben, der Berufung Gottes zu folgen. Dann werden auch wir die Kraft haben zu sagen: „Hier bin ich, sende mich.“ (Jes 6,8)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Nachdenkliches