Monatsarchiv: Januar 2016

Hinaus getrieben

„Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen.“ (Lk 4,29)

Unfassbar, oder?
Den, der ihnen das Heil bringen will, den er ihnen einen Gott verkündet, der nicht Richter sein will, sondern seine Liebe schenken will, jagen sie voller Wut hinaus. Wollen ihn töten.
Da kann man doch nur den Kopf schütteln, oder?
Aber Halt! – Wie verhalten wir uns denn Jesus gegenüber?
Wie gehen wir heute mit unserem Glauben um.
Wenn Jesus damals aus der Stadt hinausgetrieben wurde, dann heißt das doch, dass er aus ihrem Alltag verbannt wurde. Er sollte ihre Kreise nicht länger stören und das schöne Bild, das sie sich von Gott gemacht hatten nicht länger in Frage stellen.
Vielleicht ist es bei uns und in unserem Umfeld selten geworden, dass jemand wutschnaubend Jesus oder den Glauben aus seinem Leben hinaustreibt.
Aber heimlich still und leise ihn an den Rand drängen, so dass er ganz schnell aus den Augen aus dem Sinn kommt und am Ende ganz hinten runter fällt, das ist doch nicht allzu selten vorzufinden.
Die Stelle bei Lukas fragt uns an:
Spielt der Glaube in meinem Alltag noch eine Rolle?
Hat Jesus im Alltag eine Stelle, an der er vorkommt, die nur ihm eingeräumt wird?
Sind meine Alltagsvollzüge vom Glauben und seinen Ritualen begleitet?

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Heute

So kam Jesus auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. (Lk 4,16-21)

Das Wort „Heute“ spielt hier eine ganz zentrale Rolle. Nicht gestern, nicht morgen, – nein heute, an diesem Tag, in der momentanen persönlichen Situation, in der ich mich gerade befinde, an diesem Tag bin ich aufgefordert eine persönliche Antwort zu geben:
An wen glaube ich eigentlich?
Was oder wie ist Gott in meinem Leben?
Wo erfahre ich ihn?
Was hat er schon bewirkt?
Gebe ich ihm überhaupt Raum in meinem Alltag?

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Du wirst größer

Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein, bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel. Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeit und alle Könige deine strahlende Pracht. Man ruft dich mit einem neuen Namen, den der Mund des Herrn für dich bestimmt. (Jes 62,1-2)

Der Prophet sagt ganz offen, worum es Gott im Grunde genommen geht.
Denn „um Zions Willen“ kann er nicht schweigen und
„um Jerusalems Willen“ nicht still sein, denn Gott will, dass sein helles Licht aufstrahlt und Heil und Gerechtigkeit aufleuchten wie eine brennende Fackel:
um Jerusalems willen, also um der Menschen willen,
um unseretwillen.
Deshalb legt Gott so großen Wert auf das, was er den Menschen an Wegweisung mitgegeben hat, darum geht es ihm – nicht um sich.
Es geht ihm um uns!
Das ist eine ganz wichtige Botschaft, denn wie häufig sind wir versucht zu glauben, Gott wolle etwas für sich.
Wie häufig sind wir versucht zu glauben, wir würden ihn verletzten, wenn wir seine Gebote übertreten, ihn ärgern, ihm wehtun. Dabei schaden wir einzig und allein uns selbst!
Alles, was er uns sagt, alles, was er uns an Wegweisung mitgibt, alles, was er will betrifft letztlich uns.
Er will uns hilfreich sein, er will unser Leben erleichtern, er will unser Leben zu einem geglückten und lebenswerten Leben werden lassen.
Gott will die Fülle des Lebens und zwar für uns Menschen.

Gott wird nicht größer, wenn du ihn verehrst. Aber du wirst größer und glücklicher, wenn du ihm dienst. (Hl. Augustinus)

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Exerzitien im Alltag

Exerzitien im Alltag 2016
im pastoralen Raum Lennestadt

„BEHERZT LEBEN – MIT DEN WERKEN DER BARMHERZIGKEIT“

Auftakttreffen am 14. Februar um 19.00 Uhr im Pfarrheim „Jakobustreff“ in Elspe, danach jeweils sonntags um 18.00 Uhr.

Anmeldung bitte bis zum 29. Januar zu den Öffnungszeiten des Pfarrbüros in Elspe unter 02721/2334 oder per E-Mail an jennifer.becker(at)kirche-in-lennestadt.de Weitere Informationen im Flyer!

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Gottes Wort

BibelseitenIm Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. (Joh 1,1-3)

Am Anfang steht nicht etwas Blindes, Anonymes, Zielloses, sondern etwas sehr Persönliches:
ein Wort, das Gott selber spricht.
Worte schaffen Beziehung, Nähe, Verbindung.
Sprache ist mitgeteiltes Leben.
Wir schenken uns dem andern, wenn wir etwas von dem erzählen, was in uns ist, was wir denken, fühlen, hoffen, wünschen…
Worte können verstehen und leben helfen.
Ein solches Wort hat Gott gesprochen.
Das Wort, das er spricht, ist sein Leben, seine Liebe, seine Wahrheit, seine Zusage an uns Menschen.
Er will sie mit uns teilen.
Gottes zusagendes Wort, an jeden von uns persönlich gerichtet, bleibt Anfrage und Einladung an uns:
ob wir es in unser Leben einlassen, ob wir ihm unser Herz öffnen, ob es in unserem Leben „Fleisch“ wird, ist allein unsere persönliche Entscheidung.

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Neujahrssegen

Christusmosaik in der Kathedrale von Triest

 

Der Herr sprach zu Mose:
Sag zu Aaron und seinen Söhnen:
So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen. (Num 6,22-27)

Allen Besuchern unserer Seiten wünschen wir den Segen Gottes für 2016.
Möge der Herr Ihnen sein Angesicht zuwenden und Ihnen sein Heil schenken.

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