Monatsarchiv: Juli 2014

Libori 2014

Das Liborifest 2014 in Paderborn hat am Samstag, 26. Juli begonnen, und endet am Sonntag, 3. August. Das Leitwort lautet:

„Sucht mich, dann werdet ihr leben.“ (Am 5,4)

Der Begleiter durch die Liboriwoche steht hier zum Download zur Verfügung:

Begleiter durch die Liboriwoche 2014

Libori 2014 live unter www.domradio.de und www.katholisch.de und über den Fernsehsender EWTN

  • Samstag, 26.Juli 2014, 15 Uhr: Eröffnung der Libori-Woche. Pontifikalvesper und Erhebung der Reliquien des heiligen Liborius mit Libori-Tusch
  • Sonntag, 27. Juli 2014, 9 Uhr: Hochfest des heiligen Liborius. Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker und Prozession durch die Stadt Paderborn mit dem Reliquienschrein
  • Montag, 28. Juli 2014, 11 Uhr: Pontifikalamt zum Liborifest
  • Dienstag, 29. Juli 2014, 11 Uhr: Pontifikalamt zum Liborifest
  • Dienstag, 29. Juli 2014, 17 Uhr: Schlussfeier des Libori-Triduums. Prozession mit dem Libori-Schrein über den Domplatz, Beisetzung der Reliquien in der Krypta des Paderborner Domes.
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Eingeordnet unter News Erzbistum Paderborn

Hörendes Herz

In jenen Tagen erschien der Herr dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll. Und Salomo sprach: Herr, mein Gott, du hast deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll. Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann. Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren? Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach. Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen. Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht. (1 Kön 3,5.7-12)

Was geschieht mit mir, wenn ich das Gebet um ein hörendes Herz zu meinem Gebet mache – in den verschiedensten Situationen meines Lebens?
Etwa bei wichtigen Entscheidungen oder in Konfliktsituationen, in den normalen Situationen meines Alltags, oder auch, wenn ich drohe, aus der Haut zu fahren, wenn ich mich überfordert fühle oder nicht mehr weiter weiß. Unzählige Generationen vor uns haben es erfahren dürfen. Sie haben ihren Glauben gelebt, haben die Beziehung zu Gott gepflegt, haben gespürt, da ist nicht nur einer, der eine Rolle (vielleicht eine Statistenrolle) in meinem Leben spielen will, sondern einer, der der Regisseur ist. Sie haben aus diesem Glauben ihren ganz normalen Alltag gestaltet und spürten auf einmal, dass Gott ganz nahe ist, hatten dieses hörende Herz.
Und: was macht dieses Gebet um ein hörendes Herz langfristig aus mir?
Vielleicht lässt es mich gelassener werden.
Vielleicht lässt es mich mehr hinter die Dinge blicken oder bringt mich meinen Mitmenschen näher.
Oder es macht mich prophetischer, um ungute, zerstörerische Zusammenhänge zu erkennen und für Veränderung aufzustehen.
Ja, vielleicht lässt es mich etwas von Gottes Weisheit und liebender Kraft verkörpern.
Vielleicht lässt es mich auf dem Weg der Heiligkeit vorankommen.
Warum versuchen wir es eigentlich nicht?

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Eingeordnet unter Nachdenkliches

Wegbegleiter und Gefährte

Es gibt keinen Gott, Herr, außer dir, der für alle Sorge trägt; daher brauchst du nicht zu beweisen, dass du gerecht geurteilt hast. Deine Stärke ist die Grundlage deiner Gerechtigkeit, und deine Herrschaft über alles lässt dich gegen alles Nachsicht üben. Stärke beweist du, wenn man an deine unbeschränkte Macht nicht glaubt, und bei denen, die sie kennen, strafst du die trotzige Auflehnung. Weil du über Stärke verfügst, richtest du in Milde und behandelst uns mit großer Nachsicht; denn die Macht steht dir zur Verfügung, wann immer du willst. Durch solches Handeln hast du dein Volk gelehrt, dass der Gerechte menschenfreundlich sein muss, und hast deinen Söhnen die Hoffnung geschenkt, dass du den Sündern die Umkehr gewährst. (Weish 12,13.16-19)

Die Lesung erkennt Gott als Gegenüber zum Menschen:
Gott, der in sich ruht, der um sich weiß, der sich seiner eigenen Stärke bewusst ist.
Und Gott geht einen Weg mit den Menschen.
Er lässt sich auf Wachstums- und Lernprozesse ein.

Im Gegenüber zum Menschen ist Gott Begleiter und Weggefährte, der wohlwollend die Schritte mitgeht;
auf der anderen Seite ist Gott der, der uns an unsere Grenzen bringt, an dem wir uns reiben können, an dem wir zu uns selbst und zum richtigen Weg finden.

Uns auf diesen Lern- und Wachstumsprozess mit Gott einzulassen, sind wir eingeladen.
Wer sich aber mit Gott auf den Weg begibt, kann selber zu einem befreienden Begleiter und Gegenüber für andere werden.
Wer sich getragen weiß von der Menschenfreundlichkeit Gottes, der kann Milde und Nachsicht walten lassen gegenüber seinen Mitmenschen und auch gegenüber sich selbst.

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Eingeordnet unter Nachdenkliches

Fußballgott

SaatHört also, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.
Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen.
Auf felsigen Boden ist der Samen gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt, aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall.
In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum, und es bringt keine Frucht.
Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach. (Mt 13,18-23)

An Tagen wie diesen müssen wir aufpassen, dass wir nicht in die Verlegenheit kommen und uns fragen lassen müssen:
„Ist Fußball eigentlich alles, woran Sie glauben?“
Es ist Gottes Wort, das wir wie den Samen des Sämanns in unseren Herzen aufnehmen können – oder eben auch nicht – weil wir zu viel „um die Ohren haben“, weil unser Herz verschlossen ist vor Sorge(n), weil unsere Gedanken sich nicht so einfach beiseite legen lassen und ungeduldig in die Stille hineinlärmen.

Dann fällt der Same des Wortes Gottes ins Leere – auf den Weg, auf Felsboden, zwischen die Dornen. Seien es die Dornen des Fußballs, des Konsums, der Wellness, der Selbstverwirklichung, der Fitness, der gesellschaftlichen Zwänge oder sonst einer Ersatzreligion. Schenken wir uns daher immer wieder die Zeit, unseren inneren Regungen und Bewegungen nachzuspüren.

Wir brauchen keinen Extra-Fußballgott, oder was immer wir zu unserem persönlichen Ersatzgott stilisiert haben. Denn Gott liebt uns, so, wie wir sind und dort, wo wir gerade auf unserem Lebensweg sind.
Fußball – die schönste Nebensache der Welt, aber eben nur Nebensache!
Die Hauptsache bleibt, dass wir die richtigen Akzente im Leben setzen und Gott allein die Ehre geben:
„Denn dein Herr, ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.“ – AMEN

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Eingeordnet unter Nachdenkliches

Ruhe verschaffen

Zeit für ein Gebet

Zeit für ein Gebet


Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht. (Mt 11,28-30)

Da ist vom „Joch“ Jesu die Rede.
Natürlich ist diese Rede zu verstehen im Vergleich zu dem „Joch“, das andere auferlegen:
Damals war es das Joch der Pharisäer, das unzählige Gebote und Vorschriften bereit hielt, die das Leben schwer machten.
Oder das Joch der römischen Besatzungsmacht, die durch ihre Steuereinnehmer die Menschen aussaugte.
Heute kann sicher jeder von uns ein Joch unserer Tage benennen, sei es persönlicher oder allgemein gesellschaftlicher Art.
Jeder von uns hat schon erfahren, an welchem Joch Menschen sich heute wundscheuern.
Demgegenüber legt Jesus Wert darauf, dass Sein Joch leicht ist, und dass es Ihm darum geht, Menschen ihre Lasten leicht zu machen oder gar abzunehmen.
Wenn es nach Jesus geht, muss niemand unter unerträglichen Lasten stöhnen.
Ruhe und der aufrechte Gang sind Seine Verheißung an Menschen, die Ihm vertrauen:

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