Monatsarchiv: März 2014

Sehen lernen

In jener Zeit sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.
Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Ober haben seine Eltern gesündigt, so dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden. Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. (Joh 9,1-7)
Das Evangelium von der Heilung des Blinden wird schon seit dem 4. Jahrhundert in der Fastenzeit gelesen.
Es richtete sich ursprünglich an die Taufbewerber.
Das Evangelium sollte ihnen zeigen, was die Taufe, die sie an Ostern empfangen würden, bedeutet:
nämlich den Übergang von der Blindheit –dem Unglauben, zum Sehen –dem Glauben.
Wir sind keine Taufbewerber mehr. Wir sind bereits getauft. Aber auch wir sind in der Fastenzeit eingeladen, wieder neu sehen zu lernen.
Den gläubigen Blick auf die Wirklichkeit zu lernen.
Gott wirkt in unserer Welt.
Er spricht zu uns durch Ereignisse in der Welt und in unserem Leben, durch Dinge, die uns zustoßen, durch Personen, die uns begegnen.
Und Gott wirkt auch heute noch Wunder.

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Zur Quelle

In jenen Tagen dürstete das Volk nach Wasser und murrte gegen Mose. Sie sagten: Warum hast du uns überhaupt aus Ägypten hierher geführt? Um uns, unsere Söhne und unser Vieh verdursten zu lassen? Mose schrie zum Herrn: Was soll ich mit diesem Volk anfangen? Es fehlt nur wenig, und sie steinigen mich. Der Herr antwortete Mose: Geh am Volk vorbei, und nimm einige von den Ältesten Israels mit; nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, und geh! Dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann schlag an den Felsen! Es wird Wasser herauskommen, und das Volk kann trinken. Das tat Mose vor den Augen der Ältesten Israels. Den Ort nannte er Massa und Meriba (Probe und Streit), weil die Israeliten Streit begonnen und den Herrn auf die Probe gestellt hatten, indem sie sagten: Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht? (Ex 17,3-7)

Gott vertröstet nicht und diskutiert gar nichts weg.
Ja, es ist Wüste, es sind Dornen und Disteln am Weg, und der Weg ist manchmal unerträglich hart, und viel von Gottes Gegenwart ist nicht zu spüren.
Aber seine Gegenwart ist deshalb nicht zu spüren, weil sie eben nicht an den unübersehbaren und überdimensional großen Plakatwänden des Lebens prangt, so dass sie jedem gleich ins Auge stechen würde.
Wir sind nicht im Land der Verheißung, daran gibt es nichts zu deuteln.
Aber wir sind auch nicht im tiefen undurchdringlichen Tal der Tränen.
Gott ist da.
Es gibt das Scheitern, es gibt die Schuld, es gibt das Platzen von Träumen und das tut weh.
Und es gibt auch immer wieder allen Grund, diesem Gott alles Belastende sagen zu wollen, manchmal vielleicht auch den Grund zu Murren und unsere Not Gott ins Gesicht zu schreien.
Es gibt aber auch hinter den Steinen – viel verborgener als es uns oft lieb ist – Quellen, die trotz allem zu entdecken sind – nicht in ferner Zukunft, sondern hier und jetzt.
Quellen, aus denen Lebendigkeit, ein bisschen Zufriedenheit und nicht weniger Glück sprudeln – in denen sich Gott als der erweist, der er zu sein versprochen hat.
Diese Quellen gilt es zu entdecken, auch in unserem Leben.

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Retten Sie verfolgte Christen!

Betroffen von Christenverfolgung sind derzeit auch die Christen in Syrien. Zusammen mit anderen religiösen Minderheiten werden sie in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land in besonderer Weise zur Zielscheibe fundamentalistischer Terrorgruppen. Ihr Leben ist in akuter Gefahr, man versucht, das normale Leben so weit wie möglich aufrecht zu erhalten, aber Terror und Gewalt machen den Alltag zu einem Kampf ums Leben.
„Es geht definitiv ums Überleben und es kann durchaus sein, dass das Land in ein paar Jahren christenfrei ist“, so eine Aussage in einer Dokumentation des Bayerischen Rundfunks über die Situation der Christen in Syrien

Die Christen im pastoralen Raum Lennestadt wollen helfen, 12 Personen aus dieser lebensbedrohlichen Lage zu retten – Helfen Sie uns!
Hier gibt es weitere Infos…

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AK Verfolgte Kirche

Christen leiden in vielen Ländern nicht nur an einem Mangel an Religionsfreiheit, ihnen wird auch eine Vielzahl anderer Rechte vorenthalten. Besonders zu nennen sind, das Recht auf den Schutz vor willkürlicher Verhaftung, das Recht auf ein faires Verfahren, das Recht auf Zugang zu Gerichten, Gleichheit vor dem Gericht, das Recht auf Familie, die Minderheitenschutzrechte, die Rechte von Frauen, die Rechte von Kindern, Probleme von Menschenrechtsverteidigern und nicht zuletzt das Folterverbot.
Aber selbst in hochgradig christenfeindlichen Staaten gibt es eine lebendige und wachsende Kirche. Christen halten im Verborgenen an ihrem Glauben fest. Sie benötigen unsere Hilfe. Daher haben wir uns im pastoralen Raum Lennestadt dazu entschlossen, das Thema „Verfolgte Kirche“ zu einem der Schwerpunkthemen unserer Arbeit zu machen. Es gilt zu überlegen, wie wir konkret unseren Schwestern und Brüdern im Glauben helfen, sie unterstützen, ihnen Halt geben können.

Wer den neugegründeten Arbeitskreis „Verfolgte Kirche“ unterstützen möchte, ist herzlich zur Mithilfe und Mitarbeit eingeladen.
Bitte kontaktieren Sie:
Hayg Artin

h.artin(at)gmx.de
02721/601347

Ludger Erwes
lu.erwes(at)gmx.de
0171/2760343

Karsten Thielmann
karsten.thielmann(at)t-online.de
02721/989721

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Durchblick

Verklärung ChristiIn jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. (Mt 17,1-5)

Durchblick kommt nicht von selbst. Er setzt Mitgehen voraus, Mitgehen mit Jesus, Sich-Einlassen auf ihn, auch auf eine mühsame Bergbesteigung.
Wir brauchen Durchblick. Ohne Durchblick verlieren wir uns in einer Diesseitigkeit, die nicht tragen kann. Uns selbst nicht und andere nicht.
Es geht bei den Durchblickserfahrungen nicht um etwas, das aus dem Rahmen fällt. Es geht um die Erfahrungen mitten im Alltag. Der Tabor ist nicht zuerst ein Ort, er ist ein Ereignis, das sich überall ereignen kann, wo wir offen sind:
Ein anderer Mensch, die Schönheit der Schöpfung, ein Augenblick wirklicher Stille, ein kleiner oder großer Erfolg. Eine Erfahrung des Gebetes, – Momente, in denen wir spüren: Es gibt mehr. Momente, in denen Durchblick geschieht hinein in die Realität hinter der Realität, in das Glück hinter dem Glück. Momente, in denen wir am eigenen Leib Auferstehung spüren. Momente, in denen der verklärte und auferstandene Christus erfahrbar wird.
Christen, die sich dafür öffnen, die solche Erfahrungen in ihrem Leben zulassen und sie weitergeben, sind unersetzlich für die Welt. Weil sie wissen, wo es langgeht.
Nicht ins Chaos einer sich zerstörenden Diesseitigkeit, sondern in die Herrlichkeit der künftigen Welt.

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Gebet hat Priorität

Das Gebet des Einzelnen, in der Familie und im Gottesdienst ist das Thema von Erzbischof Hans-Josef Becker in seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit 2014. Das Hirtenwort, das in allen Gemeinden des Erzbistums verlesen wird, trägt den Titel „Wenn der Mensch bei Gott ist in Ehrfurcht und Liebe, dann betet er.“. „Es ist mir ein Anliegen, verschiedene Wege aufzuzeigen, wie das Gebet, das ‚bei Gott sein in Ehrfurcht und Liebe’, in unserem Alltag zur wertvollen Erfahrung werden kann“, schreibt Erzbischof Becker. Dem gemeinsamen und persönlichen Gebet sei die höchste Priorität einzuräumen.

Erzbischof Becker weist auch auf das neue „Gotteslob“ hin: Dieses sei nicht bloß als Gesang- und Gebetbuch für den Gebrauch in der Kirche anzusehen. Diese Funktion übernehme die lang erwartete Neuausgabe des „Gotteslob“ für das Erzbistum Paderborn sicherlich auch. „Doch will das ‚Gotteslob’ darüber hinaus zu einem Hausbuch werden und Anregung bieten für das Gebet in der Familie und das Gebet des einzelnen Christen.“ „Die vor uns liegenden Heiligen Vierzig Tage der Vorbereitungszeit auf das Osterfest sind eine heilsame Prägung im Jahreslauf. Sie laden dazu ein, unsere Beziehung zu Gott anzuschauen und sie wieder neu auf ihn auszurichten. Dazu hilft uns wesentlich das Gebet in seinen vielfältigen Formen“, schreibt Erzbischof Becker zum Abschluss seines Hirtenbriefes zur Fastenzeit 2014.

Hirtenbrief von Erzbischof Hans-Josef Becker zur Fastenzeit 2014 zum download.

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Verfolgte Kirche

„Wieviele von Euch beten für die Christen, die verfolgt werden? Wieviele?“

Christen bilden nach Erkenntnissen von Hilfswerken die in absoluten Zahlen mit Abstand größte aus Glaubensgründen verfolgte Gruppe. Man schätzt, dass derzeit weltweit etwa 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens und ihres Bekenntnisses zu Jesus Christus verfolgt werden.

Christen leiden in vielen Ländern nicht nur an einem Mangel an Religionsfreiheit, ihnen wird auch eine Vielzahl anderer Rechte vorenthalten. Besonders zu nennen sind, das Recht auf den Schutz vor willkürlicher Verhaftung, das Recht auf ein faires Verfahren, das Recht auf Zugang zu Gerichten, Gleichheit vor dem Gericht, das Recht auf Familie, die Minderheitenschutzrechte, die Rechte von Frauen, die Rechte von Kindern, Probleme von Menschenrechtsverteidigern und nicht zuletzt das Folterverbot.

Aber selbst in hochgradig christenfeindlichen Staaten gibt es eine lebendige und wachsende Kirche. Christen halten im Verborgenen an ihrem Glauben fest. Sie benötigen unsere Hilfe. Daher haben wir uns im pastoralen Raum Lennestadt dazu entschlossen, das Thema „Verfolgte Kirche“ zu einem der Schwerpunkthemen unserer Arbeit zu machen. Es gilt zu überlegen, wie wir konkret unseren Schwestern und Brüdern im Glauben helfen, sie unterstützen, ihnen Halt geben können.

Der jährlich veröffentlichte Weltverfolgungsindex ist eine Rangliste von 50 Ländern, die anzeigt, wo Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und diskriminiert werden. Auf den ersten Plätzen stehen hier derzeit: 1. Nordkorea ; 2. Somalia; 3. Syrien; 4. Irak; 5. Afghanistan; 6. Saudi-Arabien. Hinter jeder Platzierung stehen Kinder, Frauen und Männer, die Tag für Tag damit leben, für ihr Bekenntnis zu Jesus Christus bespitzelt, misshandelt, verhaftet oder gar umgebracht zu werden.

Daher laden wir sehr herzlich ein zu einem Gebets- und Informationsabend, am Freitag, dem 14.03. um 19.00 Uhr. Wir beginnen den Abend mit einem Gebet für die verfolgte Kirche in der Pfarrkirche Altenhundem und gehen im Anschluss zum Gespräch in das Pfarrzentrum (An der Schmiede 8). Als Gesprächspartner wird uns Herr Hayg Artin zur Verfügung stehen, der die Situation der Christen in Syrien durch Filmaufnahmen und persönliche Eindrücke schildern wird. Mitarbeiter des Fachdienstes für Integration und Migration des Caritasverbandes Olpe sind für den Abend angefragt.

Papst Franziskus

Papst Franziskus

„Wenn ich denke oder höre, daß viele Christen verfolgt werden und auch ihr Leben für ihren Glauben hingeben, berührt dies mein Herz oder berührt es mich nicht? Bin ich offen für jenen Bruder oder jene Schwester der Familie, die ihr Leben für Jesus Christus hingibt? Wieviele von Euch beten für die Christen, die verfolgt werden? Wieviele? Jeder soll in seinem Herzen Antwort geben: ‚Bete ich für jenen Bruder, für jene Schwester, die in Bedrängnis ist, weil sie ihren Glauben bekennt und verteidigt?‘ Es ist wichtig, über den eigenen Gartenzaun hinauszuschauen, sich als Kirche zu fühlen, der einen Familie Gottes!“ (Papst Franziskus 25.09.2013)

Stärken wir die verfolgten Christen mit unserem Gebet und unserem Engagement.
Geben wir ihnen die Gewissheit: Ihr seid nicht allein, wir stehen an eurer Seite!

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