Monatsarchiv: Dezember 2013

Kraftquelle Gott

Das Vorbild der Heiligen Familie ist wohl wenig geeignet, das Familienideal zu restaurieren. Denn wenn wir genau hinschauen, dann merken wir, dass die Heilige Familie so ideal nicht war. Sie entsprach weder dem Ideal der damaligen Gesellschaft, noch würde sie heute als Ideal durchgehen.
Aber es gibt tiefere Gründe, Maria, Josef und Jesus als Heilige Familie zu feiern. Sie verkörpern Haltungen, die für das Leben als Familie notwendig sind und die zugleich das eigene Leben heiligen.
In den biblischen Texten werden uns die Eltern Jesu als Personen vorgestellt, die ganz auf Gott ausgerichtet sind und auf seinen Willen hören.
Das Ja Mariens Gott gegenüber ist zum Inbegriff gläubigen Gehorsams geworden. Ähnlich die Einwilligung Josefs in den Plan Gottes. Nicht zufällig treffen wir Maria nach der Himmelfahrt Jesu mitten im Kreis der Apostel, die mit ihnen betend auf die Sendung des Heiligen Geistes wartet.
Diese menschliche und religiöse Haltung heiligt auch heute die Familien. Es geht weniger um die äußere Form der Familien.
Die hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder gewandelt. Jede Epoche hat ihre eigenen Ideale gepflegt.
Aber es gilt, dass Familien zur Heiligkeit berufen sind und des Strebens nach Heiligkeit bedürfen mit Hilfe der menschlichen und religiösen Haltungen, die wir an Jesus, Maria und Josef bewundern.
Für alle drei bildet Gott den Mittelpunkt des Lebens.
Was auch immer auf sie zukommt, Gottes Willen wollen sie sich nicht widersetzen.
Der Kräfte und Nerven zehrenden Alltagsmühe und Lebenslast weichen sie nicht aus.
Wenn wir auch nichts Genaues über das alltägliche Leben der Heiligen Familie wissen, so bezeugen doch die kurzen Hinweise in der Bibel, dass ihr Familienklima davon bestimmt war, das Gute füreinander zu wollen. Füreinander das Gute wollen und erstreben ist auch heutzutage noch der entscheidende Schritt für das Zusammenleben in der Familie.
Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns viel Kraft bei unserem Bemühen verleiht.
Denn Gott war nicht nur für Josef und Maria die wichtigste Kraftquelle; er ist sie auch für uns.

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Gesegnete Weihnachten

„Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten“ (Tit 2,11).
Ist das nicht etwas Unglaubliches?
„Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten“
Mitten in unsere Welt hinein ist Gott gekommen – so, wie sie ist, und zu uns Menschen, so, wie wir sind.
In Jesus Christus ist Gott einer von uns geworden.
Wir Christen glauben, dass das kein Traum ist, sondern vielmehr tiefste Wirklichkeit, sogar historisch fassbar. Exakt einsortierbar in unsere kalendarischen und geschichtlichen Daten.
Weihnachten ist weder Traum noch Mythos. Weihnachten ist ein festes Datum, ein historischer Augenblick. Der Allerheiligste betritt die Welt als Kind.
Wer kann das schon verstehen?
Jeder Mensch hat Würde von Gott, denn der Allerheiligste selbst wurde einer von uns.
Wahrhaft eine Heilige Nacht:
Jeder Mensch ist geheiligt von Gott: egal, wer er ist; wo und wie er lebt; egal, welche Lebenslinien und Lebensbrüche er mitbringt; egal, was er vorweisen kann.
Vor Gott ist jeder geheiligt, weil Jesus der Heiland aller Menschen ist.
Und so wünschen wir Ihnen, als von Gott geheiligte, ein gnadenreiches und gesegnetes Weihnachtsfest.
Möge die Freude über die Ankunft des Heilandes auch Ihr Leben mehr und mehr erfüllen.

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Programm der Hoffnung

„Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.“ (Jes 7,14)
Dieser Name, den das Kind, den der Messias bekommen soll, ist wie ein Programm der Hoffnung, das Gott in diese Welt hineinschreibt. Das große Geschenk Gottes ist: „Gott ist mit uns!“
Es gibt so viele Menschen, die unter widrigen Umständen leben müssen, im Kleinen wie im Großen. Das fängt dabei an, dass ein Jugendlicher nur eine Ausbildungsstelle bekommt, die ihm eigentlich gar nicht liegt. Aber er muss das nehmen, was ihm angeboten wird.
Sei es, dass einem Familienvater plötzlich die Arbeitsstelle gekündigt wird, und er auf der Straße steht.
Sei es, dass eine Ehe in die Brüche geht.
Oder denken wir an die vielen Flüchtlingsschicksale.
Es gibt so viele widrige Umstände in dieser Welt.
Und wir leiden unter diesen widrigen Umständen.
Hier sagt uns die Botschaft des Propheten Jesaja durch den Namen „Immanuel“:
Es ist nicht entscheidend, unter welchen Umständen du leben musst. Entscheidend ist:
Gehst du in die Umstände ohne Gott, oder kannst du mitten in den Umständen sagen: „Gott ist mit mir“? Nicht die Umstände sind entscheidend, sondern die Frage:
Gehst du mit Gott in die Umstände oder ohne Gott?
Das große Hoffnungsprogramm Gottes für die Welt liegt in diesem Namen: „Gott ist mit uns.“

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4. Advent

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